Schutzgebiete

Seit der Gründung der NABU-Gruppe Müllheim im Jahr 1983 betreuen wir verschiedene Schutzgebiete im nördlichen Markgräflerland. Die meisten dieser Flächen sind langfristig gepachtet, die anderen befinden sich im Besitz des NABU.
Diese Gebiete möchten wir hier kurz vorstellen.

Ehemaliges Kaligelände bei Heitersheim (Schacht II)
Im Besitz der Stadt Heitersheim, Pflege- und Betreuungsvertrag.

Größe: ca. 3,5 ha.

Bei der Übernahme des Geländes wurden zwei lange Heckenreihen um die Wiese gepflanzt, es wurden drei Teiche angelegt und einige Bruchsteinhaufen und -mauern aufgerichtet.
Ein ca. 1 ha großer Acker wurde als Streuobstwiese angelegt. Inzwischen stehen dort ca. 50 junge bis mittlere Obstbäume verschiedener alter Apfel- und Birnensorten. Auch einige Nuss- und Kirschbäume sowie ein Speierling wurden gepflanzt
Inzwischen kann man in diesem Gebiet eine hohe Artenvielfalt feststellen.

Beispiele aus der Tierwelt:
Vögel: 4-6 Paar Nachtigall, 1-2 Paare Pirol, 1-2 Paare Turteltaube
Reptilien: Ringelnatter, Blindschleiche, Zauneidechse
Amphibien: Erdkröte, Wasserfrosch, früher auch Kreuzkröte
Das Gebiet verursacht regelmäßig erheblichen Arbeits- und Betreuungsaufwand

streuobstwiese

Streuobstgebiet am Schilzberg
Eine ca. 0,25 ha große Streuobstfläche bei Heitersheim mit ca. 15 Kirschbäumen, auch Apfel-, Zwetschgen-, Mirabellen- und Nussbäumen. Die Bäume prägen das Landschaftsbild sehr stark und bieten vielen Tierarten gute Lebensmöglichkeiten.
Wir haben die Pflege und Betreuung des Gebietes seit 1998 übernommen (Maßnahme: Zu dicht gedrängte Obstbäume, 2 Bäume müssen noch gefällt werden, die Pflege der Wiese erfolgt durch Beweidung).

Brutvögel im Gebiet und in der Umgebung: Mäusebussard, Wendehals, Grünspecht, Waldohreule, Dorngrasmücke, Gartengrasmücke, Gartenrotschwanz, Pirol u.a.

Verwildertes, aufgelassenes Rebgelände am südlichen Kastelberg zwischen Dottingen und Sulzburg
Große Bruchsteinmauern, vielfältige Heckenstrukturen, reiche Vorkommen verschiedener Insektenarten; auch Reptilien und Säugetiere wie z.B. Igel. (Mauerpatenschaft, Bäume auf der Trockenwiese entfernen, Bienenhotel)

„Mühlerain“
Zusammen mit der Stadt Heitersheim haben wir vor einigen Jahren als Ersatzmaßnahme für das neue Baugebiet „Mühlerain“ (oberhalb der sog. Herrenmühle) einen Acker mit ca. 30 Streuobstbäumen bepflanzt (vor allem Äpfel und Birnen).
Die Pflege dieser Obstbäume haben wir ebenfalls übernommen (die jungen Bäume müssen ab Herbst 2009 geschnitten werden, die Wiese wird von benachbarten Pferdebesitzer gemäht).

„Schießrain“
Ein größeres Stück des steilen und hohen „Schießrain“ zwischen Heitersheim und Dottingen (etwas oberhalb des Schießstandes und des Rückhaltebeckens am Sulzbach). Keine Maßnahmen!